ESTI Prüfung elektrischer Geräte
Mängelzuwachs bei elektrischen Erzeugnissen

ESTI Prüfung elektrischer Geräte
Mängelzuwachs bei elektrischen Erzeugnissen
Die ESTI Prüfung der im Jahr 2019 hergestellten elektrischen Geräte wies Mängel bei fast 20 Prozent auf. Für zahlreiche elektrische Geräte wurden Verkaufsverbote ausgesprochen.
Schweizweit führt das ESTI die Marktüberwachung gemäss der Verordnung über elektrische Niederspannungserzeugnisse (NEV; SR 734.26) durch. Dabei werden die Sicherheit und Konformität der Erzeugnisse für Haushalt, Büro, Gewerbe und Industrie stichprobenartig geprüft.
Ein Fünftel der geprüften elektrischen Geräte mangelhaft
Für die Überprüfung durch das Eidgenössische Starkstrominspektorat wurden 1538 elektrische Geräte im Internet sowie mit Kontrollen bei Grossverteilern, Fachmärkten, Herstellern und Messen erfasst. Auch erhaltene Meldungen von Konsumenten und Fachpersonen aus dem Elektrobereich führten zu Überprüfungen.
Gesamthaft wiesen 296 elektrische Geräte formelle oder technische Mängel auf, was 19% aller kontrollierten entspricht. Darunter stellte das ESTI bei 188 Geräten sicherheitstechnische Mängel fest. Dies sind Sicherheitsmängel, die zu potenziellen Gefahren wie Stromschlag, Verbrühung, Rauchbildung und Brand führen können.
ESTI spricht 131 Verkaufsverbote aus
Das eidgenössische Starkstrominspektorat kann das Anbieten eines elektrischen Produkts auf dem Markt verbieten, wenn ein Konformitätsnachweis fehlt oder eine mögliche Gefährdung von Personen vorliegt. Im letzten Jahr sprach es aus diesen Gründen 131 Verkaufsverbote für elektrische Geräte aus. Besonders betroffen waren Ladegeräte, Wasserkocher, zahlreiche Geräte mit unzulässigem ausländischem Stecker, Reiseadapter, Ladekabel für die Elektromobilität und Akkus für verschiedenartige Geräte. Überdies wurden verschiedene Produkte für den professionellen Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen (ATEX) der Industrie verboten.
Einige elektrische Produkte wurden vom Markt genommen
In 34 Fällen haben Wirtschaftsakteure in der Schweiz in Zusammenarbeit mit dem ESTI mangelhafte elektrische Produkte vom Markt genommen. In 21 Fällen wurde der Rückruf oder die Sicherheitsinformation zusätzlich auf der Website des Büros für Konsumentenfragen BFK unter www.konsum.admin.ch veröffentlicht. Dies betraf Kaffeemaschinen und weitere Haushaltgeräte, Ölradiatoren, Deckenleuchten, Akkus von Notebooks und Schiffsmotoren, Ladegeräte, USB-Netzadapter sowie diverse Produkte für den gewerblichen Einsatz.
Elektrische Geräte kaufen: Darauf soll geachtet werden
Beim Kauf von elektrischen Geräten sollten Konsumentinnen und Konsumenten auf einen korrekten Stecker, einen erreichbaren und kompetenten Kundendienst, verständliche Bedienungsanleitungen und auf am Gerät angebrachte Prüfzeichen achten. Ein anerkanntes Schweizer Prüfzeichen ist das freiwillige Sicherheitszeichen des ESTI. Geräte mit dem Sicherheitszeichen sind unter www.esti.admin.ch veröffentlicht. Geräte mit anerkannten Prüfzeichen weisen höhere Ansprüche an die Produktesicherheit nach und bieten Konsumenten damit einen Mehrwert.
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Textquelle: admin.ch
Bildquelle: René Senn
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