Die Amag Gruppe hat ihre Photovoltaik-Kapazitäten 2025 erneut ausgebaut und betreibt per Ende Jahr 64 Solaranlagen auf eigenen Dächern und Arealen. Mit einer Jahresproduktion von 12,2 Millionen Kilowattstunden stärkt das Unternehmen die Eigenversorgung, senkt CO₂-Emissionen und speist Überschüsse ins Netz ein.
Redaktionelle Bearbeitung: eTrends
Die Energiewende wird für Mobilitätsanbieter zunehmend zur operativen Aufgabe. Wer Elektromobilität glaubwürdig vorantreibt, muss auch die Stromherkunft adressieren. Die Amag Gruppe setzt deshalb konsequent auf eigene Photovoltaikanlagen. Per Ende 2025 sind 64 Anlagen in Betrieb, verteilt auf Dächer und Areale der eigenen Betriebe .
58’500 Quadratmeter Solarpanels im Einsatz
Die installierte Modulfläche beträgt rund 58’500 Quadratmeter. Das entspricht mehr als acht Fussballfeldern . Die Anlagen erzeugen zusammen rund 12,2 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr .
Der produzierte Solarstrom wird vor allem direkt in den eigenen Betrieben genutzt, etwa für Geräte und Anlagen sowie für das Laden von Elektroautos. Überschüssige Energie speist Amag ins öffentliche Netz ein . Damit kombiniert das Unternehmen Eigenverbrauchsoptimierung mit Netzdienstleistung.
Die Grössenordnung verdeutlicht die industrielle Dimension: Mit 12,2 Millionen Kilowattstunden liesse sich ein Elektroauto mit einem Durchschnittsverbrauch von 17 kWh pro 100 Kilometer rund 71,8 Millionen Kilometer weit betreiben. Alternativ könnten 4060 Elektroautos je 15’000 Kilometer pro Jahr fahren oder 4880 durchschnittliche Schweizer Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden .
Ausbau 2025: Sieben neue Standorte am Netz
Allein 2025 nahm Amag sieben neue Photovoltaikanlagen in Betrieb . Die zusätzliche Modulfläche beträgt 4704 Quadratmeter, die maximale Stromerzeugung liegt bei rund 970’571 kWh pro Jahr .
Die neuen Anlagen gingen in Zürich-Altstetten, Gümligen, Münchenbuchsee, Uster, Gamprin-Bendern, Aigle sowie Petit-Lancy ans Netz . Die grösste 2025 realisierte Anlage steht in Petit-Lancy. Mit 727 Quadratmetern Fläche und 166 kWp Leistung produziert sie maximal rund 245’000 kWh pro Jahr .
Weitere für 2025 geplante Anlagen befinden sich in der Realisierung und werden im ersten Quartal 2026 in Betrieb genommen . Sobald alle Projekte umgesetzt sind, wird die Gesamtfläche mit Solarmodulen 75’000 Quadratmeter erreichen .
Photovoltaik als Baustein der Netto-Null-Strategie
Der Ausbau der eigenen Solarstromproduktion ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Amag Gruppe. Das Unternehmen verfolgt bis 2040 eine Netto-Null-Ambition . Gemäss SBTi-Near-Term-Target sollen die CO₂-Emissionen in Scope 1 und 2 bis 2030 um 50 Prozent reduziert werden. Auch in Scope 3, also in der Nutzungsphase der verkauften Fahrzeuge, ist eine Reduktion um 50 Prozent vorgesehen .
Photovoltaikanlagen auf eigenen Betriebsgebäuden gelten dabei als zentraler Hebel. Denn die direkte Nutzung von Solarstrom in Werkstätten, Showrooms und Ladeinfrastruktur reduziert nicht nur Emissionen, sondern stabilisiert langfristig auch Energiekosten. Gerade im Kontext wachsender Elektromobilität und steigender Lastprofile gewinnt diese Kopplung von Energie- und Mobilitätsstrategie an Bedeutung.
Energie- und Mobilitätsökosystem aus einer Hand
Mit dem 2022 gegründeten Geschäftsbereich Energy & Mobility hat Amag ihr Portfolio rund um Elektromobilität und ganzheitliche Energielösungen erweitert . Zur Gruppe gehören unter anderem die Helion Energy AG, die Clyde Mobility AG sowie die autoSense AG .
Damit positioniert sich das Unternehmen als Anbieterin eines integrierten Ökosystems für erneuerbare Mobilität in der Schweiz. Eigene Photovoltaik, Ladelösungen, Flottenmanagement und neue Mobilitätsmodelle greifen strategisch ineinander. Der Ausbau der 64 Photovoltaikanlagen bildet dafür das energetische Fundament.
Fazit
Mit 64 Photovoltaikanlagen und einer Jahresproduktion von 12,2 Millionen Kilowattstunden verschiebt die Amag Gruppe die Energiewende vom Bekenntnis in die operative Umsetzung. Der konsequente Eigenverbrauch, gekoppelt mit klar definierten Klimazielen bis 2030 und 2040, zeigt, wie industrielle Infrastruktur, Gebäudeautomation und Elektromobilität strategisch verzahnt werden können. Der weitere Ausbau auf 75’000 Quadratmeter Modulfläche markiert den nächsten Schritt in Richtung Netto-Null.
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Textquelle: Amag
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