PME Funkmodul Typ CTR75-1000A mit Rogowski-Spulen-Sensoren und kompatiblen LINAX® Basisgeräten

Die PME-Option (Power-Monitor-Energy) von Camille Bauer Metrawatt erweitert bestehende Power-Quality- und Power-Monitoring-Geräte zu einer vollständigen, erweiterten Energiezentrale. Bis zu 100 Ströme werden drahtlos erfasst – skalierbar, sicher und ohne zusätzlichen Verdrahtungsaufwand.


Camille Bauer Metrawatt AG
Aargauerstrasse 7 · 5610 Wohlen · www.camillebauer.com


Die Lösung

Vom Netzanalysator zur vollständigen Energiezentrale

Das PME-System ermöglicht ein umfassendes Energiemanagement und schützt gleichzeitig Ihre Infrastruktur durch kontinuierliche Überwachung. Es ist im laufenden Betrieb der Station oder Anlage einfach nachrüstbar – ohne Unterbrechung des Betriebs.

Die Option PME erweitert die Funktionalität eines Basisgerätes aus den Reihen SINEAX® AM, SINEAX® DM5000, CENTRAX® CU oder LINAX® PQ zu einer eigentlichen Energiezentrale. Via Funk werden zusätzliche Informationen über die Verteilung der Energie oder den Verbrauch einzelner Lasten gesammelt. Diese skalierbare Lösung macht die zeitlichen Leistungsflüsse transparent und schafft so die Basis für ein umfassendes Energiemanagement.

Eingesetzt wird sie typischerweise dort, wo die Energie verteilt wird: in Trafostationen oder der Einspeisung von Industrieanlagen oder Gebäudekomplexen. Als Sensoren kommen Funkmodule auf Basis von Rogowski-Spulen zum Einsatz.

«Ohne zusätzlichen Verdrahtungsaufwand können bis zu 100 Ströme sicher erfasst werden – mit AES-128-Verschlüsselung.»

Mit einer Abtastrate von 6kHz werden nicht nur die aktuellen Stromwerte, sondern dank Synchronisation zur Spannungsmessung des Basisgerätes auch umfassende Leistungsdaten bestimmt: mittlere Belastungen, Lastprofildaten und Energiezählerwerte – gespeichert als Zeitverläufe im Gerät. Der Zugriff auf die ermittelten Daten erfolgt zentral über die Kommunikationsschnittstelle des Basisgerätes. Zusätzlich wird ein automatisierter Datenexport der gemittelten Daten via CSV-Dateien auf einen SFTP-Server unterstützt.

Antikollisionserkennung: Durch Antikollisionserkennung können am gleichen Ort bis zu 5 Basisgeräte mit PME-Sensorik mit bis zu 500 Stromkanälen eingesetzt werden.

Anwendung

Transparenz in der Trafostation – von der Einspeisung bis zum letzten Abgang

In einer Trafostation wird auf der Sekundärseite des Transformators die Netzqualität überwacht. Die Unterverteilung der Energie wird mit PME-Sensoren gemessen. Dadurch kann die aktuelle Scheinleistung des Transformators sowie die Auswirkungen von Stromoberwellen auf die maximale Scheinleistung kontinuierlich überwacht und bewertet werden. Dies schafft Transparenz über die tatsächlichen Leistungsreserven des Transformators.

Durch Mittelung und Aggregierung dieser Daten werden die zeitlichen Belastungen der einzelnen Phasen und die Energiebilanz pro Abgang transparent. So können der Energieverbrauch optimiert und Lastspitzen vermieden werden.

PME-Funksensoren an den NS-Abgängen einer Trafostation – montiert im laufenden Betrieb

Die Lastfluss-Auswertung umfasst:

Messwert-Gruppe Anwendung

Momentanwerte
Strom I (pro Phase) Strombelastung der Leiter überwachen
P, Q, Q(H1), S (pro Phase und Gesamt) Blindleistungs-Kompensation
PF und cosφ (pro Phase und Gesamt) Überprüfen eines vorgegebenen Leistungsfaktors
Temperatur (im Sensor-Anschlussgehäuse) Umgebungstemperatur im Sensorbereich
Ladezustand der Batterie Sensor-Management

Oberschwingungen
Gesamt-Oberschwingungsgehalt THD I und TDD I (pro Phase) Bewertung der zusätzlichen Belastung von Betriebsmitteln durch die Summe der Oberwellen
Kurvenform (100/120 Werte pro Periode) Mögliche Rückschlüsse auf die angeschlossenen Verbraucher

Energiebilanz
Energiezähler Wirk-/Blindenergie, Bezug/Abgabe Erstellen (interner) Energie-Abrechnungen
Mittelwerte P, Q, Q(H1), S, PF und cosφ Ermittlung des Energieverbrauchs über die Zeit (Lastgang) für das Energiemanagement
Mittelwerte I, THD I und TDD I (pro Phase) Mittlere Belastung der Stromleiter überwachen

 

 

Kompatibilität

Als ergänzendes Monitoring-System empfiehlt Camille Bauer die Kombination mit SMARTCOLLECT® SC2 für die zentrale Datenverwaltung und Visualisierung aller PME-Messstellen.

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