Intelligente Beleuchtungssanierung in Uster
Intelligente Beleuchtungssanierung in Uster
Im Zuge der Beleuchtungssanierung im Büro- und Lagergebäude der Bachofen AG in Uster wurde die bestehende Anlage vollständig durch eine moderne, energie-effiziente Lichtlösung ersetzt. Ziel war die Implementierung eines sensorbasierten Beleuchtungssystems, das sowohl den Betrieb optimiert als auch die Nachhaltig-keitsziele des Unternehmens unterstützt.
Autoren: energylight Partner nevalux AG / Stefan Gasser, SLG
Die bestehende Beleuchtung basierte auf Leuchtstoffröhren mit manueller Steuerung. Diese Technologie führte zu einem hohen Energieverbrauch und bot nur geringe Flexibilität in der Bedienung. Zudem machte das Verkaufsverbot für Leuchtstoffröhren eine mittelfristige Umrüstung ohnehin erforderlich. Gesucht war daher eine moderne Beleuchtungslösung mit automatischer Regelung, minimalem Wartungsaufwand und intelligenter Vernetzung.
Umsetzung
Die Firma «nevalux» entwickelte ein durchgängiges Lichtkonzept für alle Bereiche des Gebäudes. Jede Zone erhielt eine Lösung, die auf ihre spezifischen Anforderungen abgestimmt wurde.
Bürobereiche
- Halbautomatische Steuerung mit manuellem Einschalten und automatischer Regelung über Präsenz- und Tageslichtsensoren
- Vernetzte, dimmbare LED-Leuchten mit Bluetooth-Mesh-Technologie
- Flexible Gruppen- und Einzelsteuerung für optimale Lichtverteilung
Lagerbereiche
- Drahtlos vernetzte Leuchten mit Bewegungserkennung
- Aktivierung nur der benötigten Lichtgruppen zur Steigerung der Energieeffizienz
- Kommunikation der Leuchten über Bluetooth Mesh für gleichmässige Ausleuchtung
Nachhaltigkeit
- Wiederverwendung vorhandener Gehäuse und Tragsysteme
- Integration neuer LED-Module in bestehende Strukturen
- Ressourcenschonende Umsetzung bei unverändertem architektonischem Erscheinungsbild
Ein Praxisbeispiel für vernetzte Beleuchtung
Das System, das sich in Schulen und öffentlichen Bauten bewährt hat, wurde hier auch bei der Bachofen AG erfolgreich umgesetzt. Die Zahlen, die mittels SIA-Norm 387/4 berechnet wurden, belegen die Wirkung:
- 93 % Energieeinsparung in Logistik und Fertigung
- Bis zu 87 % Einsparung in den Bürobereichen
- Erreicht durch gezielte Planung und Inbetriebnahme
Im Verlauf der Projektplanung wurde deutlich, dass sich nicht jeder Sensortyp für jede Umgebung eignet. Besonders in Räumen mit komplexer Geometrie war eine sorgfältige Auswahl und Platzierung von HF- oder PIR-Sensoren erforderlich. Die Möglichkeit, unterschiedliche Sensortechnologien flexibel einzusetzen, erwies sich dabei als grosser Vorteil des Systems.
Vorteile für Betreiber und Elektriker
- Einfache Installation: 230 V-Direktanschluss ohne zusätzliche Busleitungen oder Steuerzentralen.
- Zukunftssicher: Unterstützung offener Standards (DALI, Bluetooth Mesh) und modular erweiterbar.
- Wartungsarm: Robuste Bauweise, intelligente Steuerung und reduzierte Betriebszeiten senken Aufwand und Kosten.
«Die Beleuchtung ist echt top, ein riesiger Unterschied zu vorher, well done!»
Nutzerfeedback
Fazit
Die Beleuchtungssanierung am Standort Uster verdeutlicht, wie der Einsatz moderner Sensorik und digital vernetzter Systeme den Energieverbrauch senkt, den Bedienkomfort verbessert und den nachhaltigen Betrieb eines Gebäudes unterstützt. Das Projekt kombiniert technische Effizienz, wirtschaftliche Vorteile und ökologische Verantwortung in einem zukunftsorientierten Gesamtkonzept.
«Vielen Dank für die massive Verbesserung unserer Arbeitsplatzatmosphäre und die tiptoppe Umsetzung. Bin wunschlos glücklich.»
Nutzerfeedback
Gute Planung und korrekte Inbetriebnahme mit dem OptiLight-Standard
Basierend auf der Lichtvereinbarung von Davos (2018) wurde von der Schweizer Licht Gesellschaft (SLG) gemeinsam mit EnergieSchweiz und weiteren Partnern die Initiative «energylight» ins Leben gerufen. Ziel: Das enorme Energiesparpotenzial von rund 3,5 TWh pro Jahr im Bereich der Beleuchtung in der Schweiz besser auszuschöpfen.
Das Projekt «OptiLight»
Im Rahmen von OptiLight wurden 25 Praxisbeispiele realisiert und ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass durch optimierte Planung und korrekte Inbetriebnahme – zusätzlich zu einer Standard-Erneuerung – Energieeinsparungen von durchschnittlich 67 % erzielt werden konnten. Die Bachofen AG in Uster war eines der 25 OptiLight-Praxisbeispiele.
Zentrale Optimierungsmassnahmen
- Beleuchtungsstärke auf Normwerte reduzieren → Vermeidung von Überbeleuchtung, Anpassung an die tatsächliche Sehaufgabe.
- Nachlaufzeiten der Sensoren reduzieren → Licht wird schneller ausgeschaltet, wenn keine Bewegung oder genügend Tageslicht erkannt wird.
- Kleinere Lichtgruppen oder Schwarmbeleuchtung einrichten → Licht reagiert zonenweise oder dynamisch auf Bewegungen und Tageslicht.
Weitere Infos unter: www.energylight.ch
Impressum
Autoren: energylight Partner nevalux AG / Stefan Gasser, SLG
Informationen
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