Mit ihrer erweiterten Partnerschaft entwickeln Siemens und NVIDIA ein neues Ökosystem aus KI, digitalen Zwillingen und Simulation. Ziel ist nicht weniger als die vollständig KI-gesteuerte Industrieproduktion.
Redaktionelle Bearbeitung: eTrends
Auf der CES 2026 präsentierten Siemens und NVIDIA eine Ausweitung ihrer Partnerschaft. Gemeinsam wollen sie Künstliche Intelligenz zum «Betriebssystem der Industrie» machen – von Design und Engineering über Fertigung und Betrieb bis hin zu resilienten Lieferketten
NVIDIA bringt KI-Infrastruktur, Simulationsbibliotheken und Frameworks ein; Siemens steuert industrielle Software, Engineering-Know-how und mehr als 300 KI-Experten bei. «Wir skalieren KI und schaffen konkreten Nutzen für die reale Welt», sagt Siemens-CEO Roland Busch
Digitale Zwillinge werden autonom
Zentrales Element der Kooperation ist der Einsatz generativer KI für industrielle Simulationen. Statt passiver Datenmodelle entstehen intelligente digitale Zwillinge, die eigenständig Szenarien simulieren, Prozesse optimieren und direkt in die Produktion übertragen.
Bereits ab 2026 soll das Siemens-Werk in Erlangen als Blaupause für KI-gesteuerte adaptive Fabriken dienen. Dabei verknüpft Siemens softwaredefinierte Automatisierung mit der Omniverse-Plattform von NVIDIA zu einem kontinuierlich lernenden «KI-Gehirn».
Beschleunigung bei Halbleiter-Design und EDA
Die Kooperation betrifft auch den Halbleiterbereich: Siemens integriert NVIDIAs CUDA-X-Bibliotheken und KI-Modelle wie PhysicsNeMo in sein EDA-Portfolio. Das Ziel: Zwei- bis zehnfache Beschleunigung von Designzyklen sowie KI-gestützte Layout-, Debugging- und Verifikationsfunktionen.
Blaupause für die KI-Fabrik der Zukunft
Die Partner arbeiten an einer standardisierten Architektur für AI Factories, die weltweit ausgerollt werden soll. Sie vereint Energiedichte, Automatisierung und Echtzeitoptimierung. Damit positionieren sich Siemens und NVIDIA als Taktgeber für skalierbare, energieeffiziente KI-Infrastrukturen.
Gemeinsames Testlabor für Industrie-KI
Beide Unternehmen setzen ihre Technologien wechselseitig ein: Siemens analysiert seine Workloads mit NVIDIA-Tools, NVIDIA wiederum nutzt Siemens’ Software, um eigene Abläufe zu verbessern. So entsteht ein «lebendes Labor» für skalierbare KI-Anwendungen in der Industrie.
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