Verbandsnachrichten – Dezember 2025
Inhalt
eev
Kontakte knüpfen, Kontakte pflegen
Branchenplattformen für Wissenstransfer und Networking
Der persönliche Kontakt und der gegenseitige Austausch sind nicht ersetzbar. Deshalb ist es für die eev sehr wichtig, mit den Mitgliedern und Vertragspartnern auch im Rahmen ihrer Veranstaltungen regelmässig in Kontakt zu treten, um ihre Bedürfnisse und Erwartungen aufzunehmen. Dieser wertvolle Austausch hat die Vereinigung auch im Verlaufe dieses Jahr bereichert. So blickt die eev in positiver Erinnerung auf das Forum ELITE Romandie in Aigle, auf ihre Generalversammlung in Locarno und auf die electro-tec in Bern zurück. Mit der electro-tec, dem nationalen Branchentreff des Elektroinstallationsgewerbes, bringt die eev Anbieter und Fachspezialisten zusammen. Auch in diesem Jahr bot die electro-tec den über 6000 Besuchenden wie Installateuren, Planern und anderen Fachleuten die Möglichkeit, durch persönliche Gespräche mit Ausstellenden vertieftes Know-how für ihren Berufsalltag zu erlangen. Der Mix der Ausstellenden und die starke Präsenz der Branchenverbände vor Ort bildeten die Elektrobranche ab. 2004 ins Leben gerufen, findet die electro-tec alle zwei Jahre statt.
Die eev freut sich bereits jetzt auf die Veranstaltungen, die im Jahr 2026 stattfinden werden – im Mai findet die ELITE Gerätetagung in Safenwil statt, in deren Rahmen eev-Vertragspartner Produktneuheiten und Trends aus dem Bereich der Haushaltsgeräte präsentieren. Im Juni trifft sich die Elektrobranche mit circa 500 Anwesenden an der Generalversammlung in Sion, und im Herbst organisiert sie das Forum ELITE Ticino, die im zweijährlichen Rhythmus durchgeführte Networking-Veranstaltung für die Mitglieder aus der italienischsprachigen Schweiz.
Autor: Massimiliano Messina, Leiter Kommunikation
Web: www.eev.ch
GNI
Herbstanlässe und erweitertes Kursangebot
Die Kurse zu «Cybersicherheit im Gebäude» wurden um ein Vertiefungsmodul erweitert. Das Modul 3 «Folge dem weissen Kaninchen» richtet sich an technisch versierte Betreiber, Integratoren und Sicherheitsverantwortliche. Die Schwerpunkte umfassen:
• Defense in Depth Konzept
• KNX Secure: Theorie und Praxis
• Anwendbare Normen und Prüfstandards
• Live Hackerangriff
Zudem planen wir einen Kurs im Bereich Energieoptimierung. Hier werden die verschiedenen Potentiale aus Sicht der Hersteller, Planer und Betreiber gezeigt, um Umbauprojekte und Neubauten nach der Inbetriebnahme so zu regeln und zu optimieren, dass die durch die Anlagen und Berechnungen geplanten Werte auch erreicht werden können.
Im Oktober haben wir einen sehr gut besuchten Anlass zu Innovationen bei Migros durchgeführt. Stefano Soppelsa, MGB, zeigte, wie ein innovativer Bauherr Vorgaben für das Projekt machen und sie auch durchsetzen kann. In Uznach wurde eine Fassade ganz aus Fotovoltaikelementen vorgegeben, und der Architekt musste sich mit diesem für ihn neuen Bauelement auseinandersetzen. Auch die Vorgabe, dass eine komplexe Sanierung der Haustechnik innert 10 Jahren amortisiert sein muss, war eine Anforderung der Bauherrin für eine Überbauung in Kloten. Beat Gut von anergytec AG zeigte eindrücklich, wie er mit innovativen Ansätzen Restenergie nutzbar machte. Somit versorgt nun die sanierte Zentrale einige Wohnungen, ein Bankgebäude sowie eine Migros Filiale inkl. Restaurant wieder zuverlässig mit Wärme und Kälte. Spannend ist dabei, dass in die Gebäudeautomationssteuerung eine permanent laufende Simulation integriert wurde, welche die hohen Bedarfsschwankungen sofort adaptiert.
Autorin: Tania Messerli, Leiterin Geschäftsstelle GNI
Web: www.g-n-i.ch
MMTS
Erfolgsgeschichten
Mitglieder berichten und geben Erfahrungen weiter
Umweltschutz ist auch im Multimedia-Fachhandel ein zentrales Thema. Wir von der Sauter AG übernehmen wir Verantwortung und setzen auf nachhaltige Lösungen – mit dem Ziel, so weit wie möglich CO₂-neutral zu arbeiten. Ein Vorteil unseres Unternehmens sind die kurzen Wege zu Kundinnen und Kunden. Dafür nutzen wir Elektrofahrzeuge: Unser Servicewagen benötigt rund 25 kWh pro 100 km (ca. Fr. 8.50). Zum Vergleich: Ein herkömmlicher Lieferwagen verbraucht im Stadtverkehr bis zu 15 Liter Benzin.
Trotz höherer Anschaffungskosten zahlt sich das E-Auto langfristig aus – für die Umwelt und punkto Betriebskosten. Unsere Ladestation mit 22 kW Leistung haben wir über einen Partnerbetrieb günstig bezogen – verbunden mit einer Social-Media-Kampagne, die beiden Seiten nützte. Die Installation erfolgte intern. Geladen wird meist nur einmal pro Woche, das reicht für rund 250 km Fahrt. Bei längeren Fahrten genügt eine Mittagspause für 100 km Nachladung. Auch im Winter ist das Fahrzeug zuverlässig – leise und emissionsfrei.
Für innerstädtische Termine oder Heimberatungen setzen wir oft unser schnelles E-Bike (bis 45 km/h) ein. Im Radius von 10 km sind wir damit schneller, flexibler als jedes andere Fahrzeug – und müssen erst noch keinen Parkplatz suchen. Unsere Kundschaft nimmt diese Initiative positiv wahr – ein Imagegewinn, der auch in der Kommunikation nützlich ist.
Nachhaltigkeit endet bei uns nicht bei der Mobilität: Wir fördern Reparaturen, sorgen für fachgerechte Entsorgung und verkaufen funktionierende Altgeräte weiter. Im CE- und ProAV-Bereich setzen wir auf modulare, langlebige Systeme mit einfacher Wartung und Nachrüstbarkeit.Unser Engagement ist kein Trend, sondern Teil unserer Firmenphilosophie – für verantwortungsvolle Technik und eine nachhaltige Zukunft. Nachhaltigkeit lebt vom Austausch. Deshalb: Meldet eure Erfolgsgeschichten direkt der MMTS-Geschäftsstelle – so können wir voneinander lernen und gemeinsam unsere Branche nachhaltig stärken.
Autor: Thomas Gründler, Vorstandsmitglied MMTS
Web: www.mmts.ch
FVB
Lichtlösungen der Zukunft
Wie neue Technologien die Welt des Lichtes revolutionieren
Welche Technologien und Trends werden künftige Beleuchtungslösungen prägen? Wie sehen Lichtlösungen der Zukunft aus?
Materialwahl und Materialzusammensetzung werden wichtige Punkte zur Minimierung der grauen Energie. Das Produktedesign kommender Leuchten wird noch gezielter auf stoffreine Trennbarkeit und Reperaturfähigkeit ausgelegt sein.
Künftig werden vermehrt auch nichtvisuelle Wirkungen des Lichtes (biologisch wirksames Licht) mittels HCL Human Centric Lighting abgedeckt. Durch Veränderung der Lichtfarbe, der Lichtintensität und die Anpassung des Blaulichtanteiles im Tagesverlauf werden die biologischen Einflüsse des Tageslichtes auf den Menschen durch das Kunstlicht abgebildet.
Dank Li-Fi (Light Fidelity), einer optischen, drahtlosen Technologie zur Datenübertragung, kann in Zukunft ein heute gängiges Wi-Fi-Netz durch eine Beleuchtungsanlage mit Li-Fi ersetzt werden. Mit dem grossen Vorteil, dass Li-Fi keinerlei elektromagnetische Strahlung abgibt.
Der Einsatz von 3D-Druckern in der Leuchtenproduktion wird ein Game Changer für die Branche. Der 3D-Druck erlaubt komplexe Formen, filigrane Muster und organische Strukturen. Künftige 3D-Drucker können mit recycelten oder biologisch abbaubaren Grundmaterialien betrieben werden. Auch ist eine dezentrale Produktion mit mobilen 3D-Druckern unkompliziert zu bewerkstelligen. Das führt zu einem reduzierten Logistikaufwand, verkürzt Lieferzeiten und minimiert die CO2-Emissionen beim Transport.
Die Lichtlösungen der Zukunft werden also smart, nachhaltig und menschenzentriert sein.
Autor: Markus Binda, Fachdelegierter fvb
Web: www.fvb.ch
Schweizer Licht Gesellschaft SLG
Erfolgreiche Tagungen und Berufsprüfungen
Aussenbeleuchtungstagung, JEE und Berufsprüfungen sorgen für einen starken Verbandsherbst
Auch in diesem Jahr dürfen wir auf zwei erfolgreiche Veranstaltungen im Bereich der Aussenbeleuchtung zurückblicken. Die Aussenbeleuchtungstagung in Zürich sowie der JEE, Journée romande pour l’éclairage extérieur in Lausanne, stiessen auf grosses Interesse und bestätigen den hohen Stellenwert dieser Themen in der Branche. Beide Tagungen boten den Teilnehmenden praxisnahe Fachbeiträge und viel Gelegenheit zum Austausch mit Kolleginnen und Kollegen.
Weiter fand im November ein Webinar zur SIA-Norm 387/4 statt. Bei diesem Austausch beantwortete unser Experte häufige Fragen und Herausforderungen bei der konkreten Anwendung der Norm in Beleuchtungsprojekten.
Ein weiteres Vorabendseminar im November beantwortete die Frage: «Wie lassen sich Beleuchtungsstärken in Innenräumen normgerecht messen und bewerten, und wie lässt sich die Norm vereinfachen für die Anwendung in der Praxis?»
Ein weiteres Highlight (mit neuem Teilnehmerrekord!) war die diesjährige Berufsprüfung zum/zur eidgenössisch fachausgewiesenen Lichtplaner / Lichptlanerin. Das kontinuierlich wachsende Interesse an dieser Weiterbildung zeigt, dass Lichtplanung als Fachgebiet zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen erhalten ihre Fachausweise im Rahmen des Lichtfestivals im Januar 2026 in Murten – ein Anlass, der wie jedes Jahr in besonderer Atmosphäre stattfindet und die Bedeutung qualifizierter Fachkräfte für die Lichtbranche unterstreicht. Die SLG gratuliert allen neuen Lichtplanerinnen und Lichtplanern herzlich!
Autor: Nadine Müller, Leiterin Marketing Kommunikation
Web: www.slg.ch
Swissolar
Swissolar präsentiert 7-Punkte-Plan
Solarenergie für unsere Versorgungssicherheit
Der Ausbau der Solarenergie in der Schweiz schreitet rasant voran: Im laufenden Jahr wird bereits mehr als 14 Prozent unseres Stromverbrauchs aus Photovoltaikanlagen stammen – eine Strommenge, die etwa der regulären Jahresproduktion des AKW Gösgen entspricht. 2025 wird der Ausbau wiederum auf hohem Niveau, aber leicht tiefer als im Vorjahr liegen.
Zur Stabilisierung des Ausbaus und zur Erreichung der gesetzlichen Ziele für die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien braucht es weitere Massnahmen. Mit einem in 7 Punkten aufgegliederten Aktionsplan zeigt Swissolar auf, welche Weichen jetzt gestellt werden müssen, damit die enormen Potenziale der Solarenergie genutzt werden können und sich Solarstrom zusammen mit dezentralen Steuerungen und Speicherlösungen optimal ins Gesamtenergiesystem integriert.
Swissolar appelliert mit dem Aktionsplan 2030 an die Politik, den eingeschlagenen und vom Volk mehrfach bestätigten Pfad in Richtung Vollversorgung mit erneuerbaren Energien konsequent weiter zu verfolgen. Verlässlichkeit der politischen Rahmenbedingungen ist die wichtigste Voraussetzung, dass weiterhin in Solaranlagen investiert wird. Swissolar setzt für einen nächsten Marktaufschwung grosse Hoffnungen auf die neuen lokalen Strommodelle. Allerdings müssen dazu die bestehenden Hindernisse bei diesen Modellen beseitigt werden.
Autor: Claudio De Boni, Kommunikation Swissolar
Web: www.swissolar.ch/aktionsplan2030
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