Mit dem symbolischen Durchschneiden des Bandes ist der Ausbau des Central Distribution Centers in Wallisellen offiziell abgeschlossen. Sonepar Suisse verfügt damit über zusätzliche 6’000 Quadratmeter Lagerfläche.
Mit dem symbolischen Durchschneiden des Bandes ist der Ausbau des Central Distribution Centers in Wallisellen offiziell abgeschlossen. Sonepar Suisse verfügt damit über zusätzliche 6’000 Quadratmeter Lagerfläche.

Sonepar Suisse hat sein Central Distribution Center in Wallisellen mit zusätzlichen 6’000 Quadratmetern Lagerfläche fertiggestellt. Doch bei der Eröffnung wurde deutlich: Der Standort ist mehr als ein Ausbau der Logistik. Sonepar will auch seine Rolle als Partner der Elektrobranche weiterentwickeln.


Autor: René Senn / Sonepar
Bilder: René Senn / Sonepar


Mit der offiziellen Eröffnung des vollständig ausgebauten Central Distribution Centers (CDC) in Wallisellen schliesst Sonepar Suisse ein mehrjähriges Ausbauprojekt ab. Das 2020 in Betrieb genommene Zentrallager wurde seither kontinuierlich erweitert. Mit der jüngsten Etappe kommen zu den bestehenden 10’000 Quadratmetern auf drei Ebenen weitere 6’000 Quadratmeter Lagerfläche hinzu.

AutoStore: In rund 55’000 Behältern lagert Sonepar einen Teil seines Sortiments besonders kompakt und intelligent.
AutoStore: In rund 55’000 Behältern lagert Sonepar einen Teil seines Sortiments besonders kompakt und intelligent. 70 Roboter übernehmen die automatisierte Ein- und Auslagerung. Wenn sie nichts zu tun haben, optimieren sie das Lager selbständig um die Performance zu erhöhen.

Im bestehenden CDC arbeiten unter anderem ein AutoStore-System mit 55’000 Behältern und 70 Robotern sowie ein vollautomatisches Hochregallager mit 6’000 Palettenplätzen. Wie der bestehende Gebäudeteil wurde auch der Erweiterungsbau in Holzbauweise realisiert und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet.

«Die elektrische Zukunft gewinnt keiner allein»

Raphael Maier, CEO von Sonepar Suisse, sieht den Ausbau in Wallisellen als wichtigen Schritt für die weitere Entwicklung des Unternehmens
Raphael Maier, CEO von Sonepar Suisse, sieht den Ausbau in Wallisellen als wichtigen Schritt für die weitere Entwicklung des Unternehmens. Der Standort soll künftig weit mehr als ein Logistikzentrum sein: Neben der Warenverfügbarkeit sollen hier verschiedene Kompetenzen und Bereiche zusammenkommen, stärker vernetzt werden und so die Rolle von Sonepar als Partner der Schweizer Elektrobranche weiter stärken.

Bei der Eröffnung stellte CEO Raphael Maier jedoch nicht allein die zusätzlichen Kapazitäten in den Mittelpunkt. Der Ausbau steht auch für die weitere Entwicklung von Sonepar in der Schweiz.

«Die elektrische Zukunft gewinnt keiner allein», sagte Maier. Mit der zunehmenden Elektrifizierung und der wachsenden Komplexität von Gebäudeautomation und anderen technischen Lösungen werde die Zusammenarbeit innerhalb der Branche wichtiger. Sonepar sehe sich dabei als Grosshändler, der die Brücke zwischen Herstellern und Kunden schlägt.

Auch der Standort in Wallisellen soll deshalb mehr sein als Logistik. Verschiedene Kompetenzen und Bereiche sollen hier zusammenkommen und stärker miteinander vernetzt werden. «Wir investieren in den Schweizer Markt, in die Entwicklung, in die Elektrifizierung und in die Weiterentwicklung der Schweizer Infrastruktur», sagte Maier. Getragen wird diese Entwicklung von Raphael Maier, der seit Oktober 2025 als CEO von Sonepar Suisse amtet, und einer neu aufgestellten Geschäftsleitung: Sabrina Gysi (Legal & Compliance), Stephan de Gruijter (Finance & Controlling), Philipp Guidetti (Operations), Jan Linder (Sales) und Jessica Hirvonen (Verticals, ab 1. Oktober 2026).

Vom Distributor zum Lösungsanbieter

Dass diese Entwicklung Teil einer internationalen Strategie ist, zeigte Jérôme Malassigne, President Sonepar Europe & Global Sourcing und Mitglied der Gruppenleitung, der eigens aus Paris angereist war. Das familiengeführte Unternehmen ist in 40 Ländern tätig, beschäftigt weltweit rund 46’000 Mitarbeitende und erzielte 2025 einen Umsatz von 33,6 Milliarden Euro. Die Gruppe hat das Ziel, diesen Umsatz auf 50 Milliarden Euro auszubauen.

Malassigne beschrieb einen Wandel vom klassischen Vertrieb einzelner Produkte hin zu umfassenderen Lösungen. Kunden erwarteten zunehmend eine One-Stop-Shop-Lösung und wollten die für ihre Projekte benötigten Produkte und Dienstleistungen möglichst aus einer Hand beziehen.

Jérôme Malassigne, President Sonepar Europe & Global Sourcing
Jérôme Malassigne, President Sonepar Europe & Global Sourcing, beschreibt das Unternehmen als international aufgestellten Familienbetrieb, der in 40 Ländern tätig ist. Sonepar wolle Produkte und Lösungen für nachhaltige Installationen zusammenbringen und dabei Digitalisierung mit persönlicher Beratung verbinden: «Wir sind digital, aber wir sind ganz sicher auch Menschen.

Entsprechend investiert Sonepar stark in Logistik und Digitalisierung: Weltweit flossen rund 2,5 Milliarden Euro in die Supply Chain und mehr als 60 Distribution Center wurden aufgebaut; weitere rund eine Milliarde Euro investierte die Gruppe in ihre digitale Plattform.

Malassigne nannte Energiespeicher, Rechenzentren und Klimatisierung als zentrale Wachstumsbereiche. Entsprechend wolle Sonepar neben Infrastruktur und Digitalisierung auch weiter in Menschen und Training investieren. Denn Fachkräftemangel und steigende technische Anforderungen führten dazu, dass Installationsunternehmen zunehmend Unterstützung bei Know-how und Ausbildung benötigten.

«Ein Stück Infrastruktur für die Schweizer Wirtschaft»

Adrian Bangerter, Stadtpräsident von Wallisellen, bezeichnete den Ausbau des Sonepar-Standorts als «ein Stück Infrastruktur für die Schweizer Wirtschaft».
Adrian Bangerter, Stadtpräsident von Wallisellen, bezeichnete den Ausbau des Sonepar-Standorts als «ein Stück Infrastruktur für die Schweizer Wirtschaft». Besonders freue ihn, dass ein international tätiges Familienunternehmen wie Sonepar weiter in Wallisellen investiere. Aus eigener Erfahrung im Maschinenbau weiss Bangerter zudem, wie entscheidend eine zuverlässige Logistik für industrielle Betriebe ist.

Wie wichtig eine leistungsfähige Logistik für die Industrie ist, brachte Wallisellens Stadtpräsident Adrian Bangerter aus eigener Erfahrung als Unternehmer im Maschinenbau auf den Punkt. Fehle bei einer mehrere hunderttausend Franken teuren Werkzeugmaschine ein Kabel, Sensor, Stecker oder Relais, könne ein vergleichsweise kleines Bauteil die gesamte Produktion zum Stillstand bringen.

«Logistik bedeutet Verfügbarkeit. Sie bedeutet Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und letztlich Vertrauen», sagte Bangerter. Entsprechend werde in Wallisellen nicht einfach eine neue Halle eröffnet: «Wir eröffnen ein Stück Infrastruktur für die Schweizer Wirtschaft.»

Lager / Innenansicht: Das Central Distribution Center in Wallisellen bildet das logistische Herzstück von Sonepar Suisse. Der Standort wurde seit seiner Inbetriebnahme 2020 schrittweise erweitert.
Lager / Innenansicht: Das Central Distribution Center in Wallisellen bildet das logistische Herzstück von Sonepar Suisse. Der Standort wurde seit seiner Inbetriebnahme 2020 schrittweise erweitert.

Für Sonepar Suisse ist Wallisellen damit mehr als ein Logistikstandort. Es ist die Basis, von der aus das Unternehmen seine Rolle in der Schweizer Elektrobranche weiterentwickeln will – mit 550 Mitarbeitenden an 15 Standorten und dem Rückenwind einer Gruppe, die weltweit auf Wachstum setzt.

Elektrisch bis zur Auslieferung: Während des Beladens an der Rampe wird der Elektrotransporter von Sonepar direkt im Central Distribution Center in Wallisellen geladen.
Elektrisch bis zur Auslieferung: Während des Beladens an der Rampe wird der Elektrotransporter von Sonepar direkt im Central Distribution Center in Wallisellen geladen.
Hochregallager: Das vollautomatische Hochregallager bietet Platz für rund 6’000 Paletten für grosse Lagergegenstände und ergänzt das AutoStore-System im Walliseller Zentrallager.
Hochregallager: Das vollautomatische Hochregallager bietet Platz für rund 6’000 Paletten für grosse Lagergegenstände und ergänzt das AutoStore-System im Walliseller Zentrallager.
Gebäude aussen: Der Erweiterungsbau des Central Distribution Centers wurde wie der bestehende Gebäudeteil in Holzbauweise realisiert und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet.
Gebäude aussen: Der Erweiterungsbau des Central Distribution Centers wurde wie der bestehende Gebäudeteil in Holzbauweise realisiert und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet.

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