Mit einer harmonisierten Bauform und reduzierter Variantenvielfalt adressiert R&M zentrale Herausforderungen in der strukturierten Gebäudeverkabelung. Die vierte Generation der RJ45-Module kombiniert Installationskomfort mit Leistungsfähigkeit bis 10 Gigabit Ethernet und darüber hinaus.
Redaktionelle Bearbeitung: eTrends
In der Praxis der Netzwerkverkabelung entscheidet oft nicht nur die Leistung, sondern die Handhabung über den Projekterfolg. Genau hier setzt R&M (Reichle & De-Massari AG) an. Das Unternehmen harmonisiert seine RJ45-Modulflotte und reduziert die Variantenvielfalt auf zwei Ausführungen pro Kategorie.
Das Ziel ist klar: Planer und Installateure sollen schneller die passende Lösung identifizieren, während Einkauf und Lagerhaltung mit weniger Artikelnummern auskommen. Weil weniger Varianten im Umlauf sind, sinkt die Komplexität entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Montage in einem Schritt
Ein zentraler Fortschritt liegt in der Installation. Die neuen Kat.-6A-, Kat.-6- und Kat.-5e-Module basieren auf der Easy-Lock-Technologie von R&M. Sie integriert mehrere Arbeitsschritte in einen einzigen Vorgang:
- Aufnahme des Beschaltungsblocks
- Kontaktierung der Kupferadern
- Verschliessen des Gehäuses
Dadurch reduziert sich der Montageaufwand spürbar. Gleichzeitig minimiert die Integration von Funktionen wie Zugentlastung, Farbcodierung und Staubschutzklappe die Zahl loser Einzelteile. Das ist relevant, weil gerade auf Baustellen kleine Komponenten häufig verloren gehen oder den Arbeitsfluss unterbrechen.
Systemintegration und Leistungsfähigkeit
Das neue Portfolio ist Teil des Verkabelungssystems R&Mfreenet und deckt Anwendungen von klassischen Büroinstallationen bis zu anspruchsvollen IT-Umgebungen ab.
Im Zentrum stehen die Module:
- Kat. 6A EL4.0
- Kat. 6 EL4.0
- Kat. 5e EL4.0
Sie passen ohne Adapter in alle entsprechenden Dosen und Panels des Systems. Für Drittanbieterlösungen wie Keystone stellt R&M separate Adapter bereit. Dadurch entsteht eine hohe Flexibilität im internationalen Einsatz.
Technisch deckt das Sortiment Übertragungsraten bis 10 Gigabit Ethernet ab. Darüber hinaus ermöglicht das ISO-Modulsortiment Systemreserven bis zu 40 Gbit/s.
Interessant ist auch die Materialstrategie: Geschirmte Varianten mit Zinkdruckguss stehen ungeschirmten Kunststofflösungen gegenüber. Bei Letzteren reduzieren integrierte Metallfasern das Fremdnebensprechen und sichern die Signalqualität.
Nachhaltigkeit in der Verpackung
Neben Technik und Montage adressiert R&M auch ökologische Aspekte. Kunststoffverpackungen werden schrittweise ersetzt durch:
- Schüttgut in Recyclingkartons
- Einzelverpackungen in Papierbeuteln
Das reduziert nicht nur den Verpackungsabfall, sondern vereinfacht auch die Handhabung auf der Baustelle. Installateure können direkt auf das Material zugreifen, ohne zusätzliche Verpackungsschritte.
Einordnung: Evolution statt Revolution
Die vierte Generation der RJ45-Module zeigt, wie inkrementelle Innovation in der Gebäudetechnik wirkt. Es geht weniger um disruptive Technologie als um konsequente Optimierung bestehender Systeme.
Weil Planung, Installation und Betrieb zunehmend unter Zeit- und Kostendruck stehen, gewinnen genau solche Verbesserungen an Bedeutung. Die Harmonisierung reduziert Reibungsverluste, die sonst im Projektalltag entstehen.
Fazit
Mit der Vereinheitlichung seines RJ45-Portfolios adressiert R&M konkrete Herausforderungen der Praxis: Komplexität, Installationsaufwand und Materialhandling. Die technische Weiterentwicklung bleibt dabei eng mit operativen Anforderungen verzahnt.
Das Resultat ist ein System, das weniger durch spektakuläre Einzelinnovationen überzeugt, sondern durch die Summe konsequent umgesetzter Detailverbesserungen.
Veröffentlicht am:

