Danke Pierre, grossartig!

Der charmante réseau bâtiment-Elsässer Pierre Schoeffel übergibt sein Amt als Leiter der Gebäude Netzwerk Initiative GNI an seine Nachfolgerin Tania Messerli. Das ist die ideale Zeit für einen Rück- und Ausblick sowie für ein Dankeschön für sein grossartiges Schaffen für smarte Gebäude.
Autor: René Senn
Pierre kenne ich schon lange. Wann immer es um smarte Gebäude ging in den letzten 30 Jahren, war Pierre mit dabei. Erst vor kurzem habe ich einen Artikel in einer 25-jährigen Fachzeitschrift gefunden von ihm. Darin schreibt er von «Spass an der Bustechnik». Ich hoffe schwer, dieser bleibt ihm auch in seinem zukünftigen «Unruhestand» erhalten. Nein, ich bin mir sicher! Er wird sich ab 2023 noch intensiver um unsere französischsprachige Schwesterzeitschrift «Domotech/Electromagazine» kümmern können, und ich denke, er wird auch für den einen oder anderen Kunden noch lange aktiv bleiben. Zu gut sind seine Verbindungen, zu interessant seine Dienstleistungen, die Technik-, Verständnis- und Sprachbarrieren überwinden helfen.
Etwas mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge
Pierre wird also der Branche auch nach seiner Pensionierung erhalten bleiben. Das ist gut so, denn Gebäudetechnik ohne Pierre ist nur halb so spannend. In der hinzugewonnenen freien Zeit wird er aber garantiert zusammen mit seiner Frau Simone die Aussicht aus seinem «hochdigitalisierten» smarten Home auf sein heissgeliebtes Zinnköpfle geniessen. Das Smart Home kennen zum Glück alle Leserinnen und Leser von eTrends. Das Zinnköpfle ist ein Hügel, auf dem an grünen Stauden Früchte wachsen, aus denen im Herbst eine Flüssigkeit gepresst wird, die später in eine Flasche kommt, die in der Regel mit einem Korken verschlossen wird. Mehr möchte ich gar nicht darüber sagen, denn dies ist das zweite Fachgebiet von Pierre, da ist er ebenfalls Experte. Sein drittes ist die Fotografie, da könnte ich wieder mitreden, und dann liebt er noch die Fliegerei. Dennoch – abgehoben wirkte er nie, die ganze Zeit nicht. Pierre ist immer bescheiden, beständig und ganz charmanter Elsässer, dem der Schalk aus den Augen blitzt. Pierre kann nicht kopiert werden, er ist sein Original.
Wie ist er zur GNI gekommen?
Schauen wir doch kurz auf das erste Fachgebiet von Pierre, die Gebäudeautomation, sowie sein Schaffen bei der Gebäude Netzwerk Initiative. Deren damaliger Leiter, der vielen noch sehr bekannte und viel zu früh verstorbene Richard Staub, war auf der Suche nach einem Nachfolger. Ich kannte Pierre und dachte, er wäre die geeignete Persönlichkeit für diese Position. Wir wollten uns im Herbst 2010 treffen, um einige Details rund um diesen Job zu besprechen. Dies musste irgendwo zwischen Zürich und Basel sein. Was lag also näher, als sich – und dies ist kein Scherz – im total uncharmanten Burger King in Lupfig, gleich neben der Autobahn, zu treffen. Pierre wusste sofort, dass die Leitung der GNI ein spannender Job für ihn wäre, der zu seinen beruflichen Plänen passte. Den Verband kannte er bereits aus seinen beruflichen Tätigkeiten bei Woertz und Züblin. Er nahm den Job an und entpuppte sich als eigentlicher «Double Whopper» für die GNI. Insbesondere, weil er als Elsässer nicht nur die deutsche Sprache sehr gut beherrscht und mit seinem Charme bei allen Leuten gut ankommt, sondern auch, weil er die Romandie dank seinen französischen Wurzeln optimal abdecken konnte.

Kein Weg zu weit
Pierre hat in seinen 12 Jahren als Leiter der GNI sehr viel bewegt, vorangetrieben und realisiert. Verbandsarbeit ist nicht immer einfach. Viele unterschiedliche Interessen, sich ständig wandelnde Technologien und ganz neue Anforderungen an die Kommunikation haben Pierre gefühlt 24 Stunden am Tag beschäftigt. Kein Weg war ihm zu weit, für keine Aufgabe war er sich zu schade. Dank seiner ursprünglichen Ausbildung zum Ingenieur und seinen beruflichen Zwischenstationen sowie dank seines Marketingspürsinnes konnte er für die GNI vieles in Personalunion realisieren. Dafür hat Pierre stets viele Überstunden geleistet, ohne sich je zu beklagen. Im Gegenteil, auch unter Druck nahm er sich die Zeit, Projekte und Aufgaben genau zu erklären und war dabei immer die Ruhe selbst. Die GNI konnte sich glücklich schätzen, ihn zum Geschäftsführer zu haben. Pierre war, nein, ist ein Idealist, so wie auch Richard Staub einer war. Für Pierre stand und wird auch in Zukunft immer die Weiterentwicklung der Gebäudetechnik im Fokus stehen.
Wir sind froh, bleibt uns Pierre erhalten
Pierre ist ein Aufstehmännchen, hart im Nehmen. Vieles musste er in seiner Zeit bei der GNI ein- und wegstecken, auch wir hatten nicht immer die gleichen Ideen und Vorstellungen. Aber Pierre ist immer ein Freund, und ich denke, das ist er für alle, die ihn kennen. Was ich an ihm bewundere, sind seine sehr zuvorkommende Art und sein feiner Humor, mit der er zahlreiche aussenstehende Personen und Persönlichkeiten für die Ideen der GNI begeistern konnte.
Pierre ist mit sich im Reinen, er spricht davon, dass er nun in seinem zweiten Leben steht. Stellvertretend für alle, die dich kennen, Pierre – vom Vorstand der GNI, von EIT.swiss, KNX Swiss, Medienart und der ganzen Gebäudetechnik-Branche in der Deutsch- und Westschweiz – möchte ich dir herzlichst für deinen Einsatz in all den Jahren danken und dir viel Freude im neuen Lebensabschnitt wünschen. Jetzt kannst du das machen, was dir wirklich Spass macht… uups, das hast du ja schon immer gemacht. Aber vielleicht kannst du jetzt auch um 17.00 Uhr deine Bürotür schliessen und deinen Mac herunterfahren. Wir alle mögen es dir gönnen. Bleib gesund, Pierre! Wir freuen uns alle auf die zukünftige Zusammenarbeit mit dir, in welchem deiner Fachbereiche auch immer.
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren
Impressum
Autor: René Senn
Informationen
Veröffentlicht am: